Abu Simbel ist ein Ort mit zwei überaus berühmten Tempeln im Süden von Ägypten, südlich von Assuan gelegen. Die Tempel wurden etwa um 1250 vor Christus aus einem Sandsteinfelsen geschlagen, unter der Regierung von Ramses II. Das Innere des Tempels liegt rund 63 Meter tief im Felsen. Insgesamt besteht der Tempel aus Räumen und Hallen, die allesamt zu einem zentralen Punkt, dem Allerheiligsten, führen. In diesem erleuchten die Sonnenstrahlen die Statuen dreier Götter, nämlich die von Memphis, Heliopolis und Theben. Abu Simbel in Ägypten besteht aus einem größeren und einem kleineren Tempel, beide werden vor der Fassade von Sitzstatuen bewacht.

Die Tempel zählen zu den wichtigsten Denkmälern des antiken Nubien, sie wurden erst im Jahr 1813 durch einen Forscher aus der Schweiz, nämlich durch Johann Ludwig Burckhardt, entdeckt. Vorher waren sie der westlichen Welt komplett unbekannt. Im Jahr 1964 wurde eine Rettungsmaßnahme für die Tempel unternommen. Damals drohte eine Überflutung durch den Nassersee, der ein Reservoir des Assuan – Staudamms darstellt. Der Tempel wurde dafür aus dem Fels geschnitten und später – 1968 – wieder zusammengefügt. Dies geschah an einer Stelle, die 64 Meter über dem Fluss liegt.

Abu Simbel ist sehr gut über die Straßen zu erreichen, diese führen nämlich bis an die Tempel heran. Taxis oder Sammeltaxis fahren täglich von den Hotels der Umgebung aus zur der Sehenswürdigkeit. Die Tempelanlagen selbst sind täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Neben den genannten beiden Tempeln gibt es in Abu Simbel aber noch weitere Denkmäler. Eines davon ist die Vermählungsstele Ramses II. Sie befindet sich an der Südseite der Terrasse des Großen Tempels und ist in einem Fels vertieft. Ebenfalls an der südlichen Seite des Großen Tempels sind insgesamt 27 Stelen zu finden, die in den Fels gemeißelt wurde. Sie stammen auch aus der Zeit Ramses II.

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Zweimal im Jahr, am 21. Februar und am 21. Oktober, wird ein besonderes Schauspiel in Abu Simbel aufgeführt: Es erfolgt die Ausleuchtung der Figuren von Re – Harachte, von Ramses II und von Amun – Re im Sanktuarium des Großen Tempels durch die Strahlen der Morgensonne. Dieses Schauspiel wird auch Äquinoktium genannt, was soviel wie Tag- und Nachtgleiche bedeutet. Allerdings ist dies schon lange kein Geheimtipp mehr, so, wie dies früher einmal der Fall war. Im Jahr 2005 versammelten sich rund fünftausend Touristen, um dieses Schauspiel sehen zu können. Nur die wenigsten davon konnten tatsächlich Augenzeuge werden, wie die Statuen beleuchtet wurden. In jedem Jahr werden nun mehr Touristen erwartet und das Geheimnisvolle an der Tag- und Nachtgleiche geht dadurch leider etwas verloren.

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